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Unsere Konzerte 2012

Am 24. Juni 2012, ein Sonntag, führen wir im Vamos - Kulturhalle in Lüneburg von Mikis Theodorakis den “CANTO GENERAL” auf.

Proben hierfür beginnen Anfang April.

Wir singen 8 Stücke aus dem Canto.

Der Canto General (deutscher Titel: Der große Gesang; wörtlich: ‚Allgemeiner Gesang‘) ist ein umfangreicher Gedichtzyklus des chilenischen Dichters Pablo Neruda über den Kampf Lateinamerikas gegen den Kolonialismus. Neruda begann 1938 mit der Arbeit am Canto General. Der größte Teil der Gedichte entstand in den Jahren 1948/49, als Neruda wegen der Nachstellungen der Regierung Gonzalez Vileda im Untergrund lebte. Das vollendete Werk erschien 1950 in Mexiko, wo Neruda von 1949 bis 1952 im Exil lebte.

Canto

Am 1. Dezember 2012 kommen im Dom zu Bardowick 2 Werke zur Aufführung:

1. Maurice Duruflé - Requiem

2. John Rutter - Magnificat

Wir beginnen mit den Proben zu John Rutter am Freitag, 20. Januar. Noten und Hörproben werden verteilt.

Die Musik im Hintergrund ist von unserer Aufführung im Dezember 2004 im Dom zu Bardowick - Mozart - Reuiem “La Crimosa”

Maurice Duruflé - Requiem

Das Requiem von Duruflé ist in mehrfacher Hinsicht dem Vorbild des etwa 60 Jahre früher entstandenen Requiems von Gabriel Fauré verpflichtet. Wie dieser schlägt Duruflé in seiner Komposition vorwiegend einen tröstend-kontemplativen Grundton an. Auch der Aufbau der beiden Werke ähnelt sich sehr stark: aus der Dies-Irae-Sequenz wurde nur der Schluss Pie Jesu vertont. Dafür wurden Libera me und der Hymnus In paradisum aus den Exequien in das Werk aufgenommen.

Die Musik ist durchzogen von Elementen der Gregorianik. Duruflé schrieb dazu: „Das ... Requiem basiert gänzlich auf Themen der gregorianischen Totenmesse. Manchmal habe ich den exakten Notentext übernommen, wobei die Orchesterpartie nur unterstützt oder kommentiert, an anderen Stellen diente er mir lediglich als Anregung... Im allgemeinen war ich bestrebt, meine Komposition ganz und gar von dem besonderen Stil der gregorianischen Themen durchdringen zu lassen."

Eigentliche Gregorianik – unbegleiteter einstimmiger Gesang in freiem Metrum – kommt allerdings nicht vor, es gibt immer eine selbständige Musik des Orchesters bzw. der Orgel, die den Gesang grundiert oder kontrastiert. Lange Textabschnitte werden gregorianisch einstimmig gesungen. Die Melodien sind metrisch notiert mit häufigem Taktwechsel. Meist singen die Männerstimmen, der Alt wird eingesetzt, wenn es um eine flehende Bitte geht (z. B. Domine Jesu Christe, Agnus Dei) und der Sopran, wenn Überirdisches angesprochen wird (z.B. Te decet hymnus in Sion im Introitus, In paradisum). Einstimmiger Gesang in zwei Stimmlagen wirkt wie ein anderes Orgelregister: die beiden hohen Stimmen, die beiden tiefen Stimmen oder Alt und Tenor zum Abschluss des Libera me. Besonderes Gewicht erhalten Texte, die Unisono von allen Stimmen gesungen werden, wie Libera eas de ore leonis (in Domine Jesu Christe), Dies illa und Libera me, Domine, de morte aeterna.

Die innige Bitte Pie Jesu, wie bei Fauré gesungen von einer individuellen Frauenstimme, steht im Zentrum der Komposition. Ursprünglich war auch ein Solo-Bariton vorgesehen, wie im Deutschen Requiem von Brahms, doch Duruflé äußerte später, dass er einstimmigen Gesang des Chores für diese Passagen bevorzugte.

Das Requiem ist überwiegend ruhig und introvertiert, alle Sätze enden mit einem Übergang ins Unhörbare. Auf diesem Hintergrund erscheinen die Höhepunkte in Dynamik und Tonlage umso einschneidender. Der Anruf Kyrie, der zuerst fugiert erfolgt (über einem Bass, der die gregorianische Melodie in Vergrößerung spielt), erklingt beim zweiten Mal mit eruptiver Dringlichkeit. Im Osanna wird ein Glockengeläut aufgebaut, das bei in excelsis einen langgehaltenen strahlenden Akkord erreicht. Im Libera me führt Calamitatis et miseriae alle Stimmen in extreme Höhe.

Das Werk verklingt in einem siebenstimmigen schwebenden Akkord, „très long".                               (Text aus Wikipedia)

John Rutter - Magnificat

Auf ein Werk wie John Rutters Magnificat haben die Chöre Europas und Amerikas offenbar gewartet. Es ist eines der nicht gerade vielen Werke eines zeitgenössischen Komponisten, das landauf-landab mit Begeisterung gespielt und gehört wird. Das liegt sicher daran, daß Rutters Umgang mit der musikalischen Tradition erfrischend unvoreingenommen ist. Wiewohl mit allen Wassern neuerer Kompositionstechnik gewaschen, sind ihm modernistische Tabus fremd. Daher darf es auch einmal einfach schön klingen. Das musikalische Material des Werkes ist außerordentlich vielfältig. Thematisch reicht es vom gregorianischen Choral über die Fuge und den Rumba bis zum Rag Time. Der Bogen der Harmonik spannt sich von der einfachen Dreiklangstonalität über impressionistische Ganztonchromatik und filmmusikalische Effekte bis hin zu Jazz und moderner Clusterbildung. Hinzu kommt eine außerordentlich vielfältige Rhythmik, die in ständig wechselnden Takteinheiten notiert ist. Diese hoch differenzierten Mittel werden aber unideologisch eingesetzt, weswegen das Werk auf ganz unmittelbare Weise verständlich ist. Diese Musik will begeistern und ergreifen und das gelingt ihr auch.

Rutter verbindet in seiner Magnificat-Vertonung lateinamerikanische Rhythmen, Anklänge an Filmmusik, sowie englische Weihnachtslieder und gregorianische Hymnen zu einem eindrucksvollen Werk für Solosopran, Chor und Orchester. Nicht nur die Kombination aus lateinischem und englischem Text zeigt, dass Rutters Magnificat ein in jeder Hinsicht außergewöhnliches Werk ist. Das 1990 in der Carnegie Hall unter dem Komponisten selbst uraufgeführte Werk ist eine beeindruckende, vollkommen neuartige Interpretation des Lobgesangs der Maria.                                                         (div. Internetquellen, frei interpretiert).

Maurice Duruflé  - 1902 -1986

John Rutter   * 1945